Honda XL 1000V Varadero ABS

Honda XL 1000V Varadero ABS


Sicherer Ankern

Honda spendierte Anfang dieses Jahres der, 2003 neu aufgelegten, Reise-Enduro XL 1000V Varadero endlich ABS-Bremsen. Biker Szene Auslandskorrespondent Jörg „Jogy“ Wissman hat das Bremssystem bei der Präsentation in Dijon Frankreich ausprobiert.

Darauf haben viele Honda-Kunden lange gewartet. Endlich gibt’s die beliebte Reiseenduro XL 1000 V Varadero mit ABS. Deren Bremsanlage basiert auf dem bekannten System der Honda VFR, ist also ins Honda-eigene CBS-Verbundbremssystem (der Fussbremshebel wirkt auch auf die Vorderradbremse) integriert. Beim Test auf der teils nassen Rennpiste in Dijon (F) sowie auf ruppig-rutschigen Landstraßen überzeugte die CBS-ABS-Bremse mit hervorragender Bremswirkung und schnellen Regelintervallen. In Hand- und Fusshebel ist nur ein leichtes Zittern bemerkbar.

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Trotz ihrer langen Federwege bleibt die Honda auch bei Vollbremsungen aus rund 160 km/h stoisch ruhig. Die ABS-Version verfügt zudem über eine einstellbare Zugstufendämpfung am Zentralfederbein. Sonst blieb alles wie gehabt: kräftiger V2-Motor mit 94 PS und Einspritzung, straffes und handliches Fahrwerk, guter Tourenkomfort für Fahrer und Sozius. Die 268,5 kg schwere Honda XL 1000V Varadero ABS kostet 11 190 Euro. Das sind 900 Euro mehr als die 6,5 kg leichtere Version ohne ABS. Deren Gewichtsvorteil beim Aufheben des Bikes aus der Vertikalen wohl kaum über den Verlust diverser Anbauteile hinwegtrösten kann. Außerdem ist der Wiederverkaufswert einer „Vara“ mit ABS wesentlich höher einzuschätzen, wie BMW Käufer ohne ABS aus leidvoller Erfahrung zu berichten wissen.

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Text: Jörg Wissmann 

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