Honda CB 600 F Hornet

Honda CB 600 F Hornet


Die brummt!

Honda hat seine 600er Hornet für 2011 überarbeitet. Wir hatten die Gelegenheit das taufrische Moped in Italien zu fahren. Eine willkommene Gelegenheit dem Winter ein Schnäppchen zu schlagen und mal wieder ohne Winterreifen und auf 2 Rädern unterwegs zu sein. Wenn das Motorrad der Wahl dann auch noch ein Spaßhobel der Marke Hornet ist, ist der Winter gleich doppelt so weit weg.

Facelift Hornet

Auffälligstes Merkmal des Facelifts ist das neue Gesicht der Hornisse. Lampe und Instrumententräger bilden jetzt eine Einheit. Bei der Vorgängerin waren diese optisch noch weitgehend getrennt verpackt. Die Instrumente sind jetzt komplett digital, der analoge Drehzahlmesser ist Vergangenheit. Leider sind die Drehzahlen auf den ersten Blick nicht immer erkennbar, da die Zahlen auf der Skala recht klein sind. Auch das Heck bekam im wahrsten Sinne sein Fett weg: das Rücklicht wandert vom Nummernschildhalter ins Fahrzeugheck. Damit wirkt das Heck tatsächlich schlanker. Die Sitzposition ist leicht nach vorne gebeugt, der Lenker liegt gut in der Hand. Die Fußrasten sind recht hoch montiert, dennoch lässt es sich gut auf der Hornet aushalten. Zumindest für den Fahrer. Soziusbetrieb ist eher was für frisch Verliebte oder Trennungswillige.

Honda CB 600 F Hornet 10

Motor CB 600 F

Motorseitig blieb alles weitgehend beim Alten. Der Reihenvierer leistet weiterhin 102 PS bei 12.000 Umdrehungen und lässt bei 10.500 das maximale Drehmoment von 64 NM auf das Hinterrad los. Die Eckdaten lassen es schon erahnen. Für zügige Fortbewegung braucht die Honda Drehzahlen. Da ist es ganz praktisch dass der Reihenvierer über den gesamten Drehzahlbereich seidenweich läuft. Bis 7.000 Umdrehungen läuft die Hornet ordentlich, darüber steppt der Bär. Selbst bei Geschwindigkeiten um 130 km/h ist es für zügige Beschleunigung ratsam einen oder besser gleich 2 Gänge runter zu schalten. Reichlich Schaltarbeit also. Da trifft es sich gut dass die CB 600 F mit einem gut funktionierenden Getriebe ausgestattet ist. Der Gangwechsel lässt sich jederzeit ohne lästige Geräuschkulisse zuverlässig erledigen.

Fahreindrücke Honda Hornet

Sportlicher Allrounder – so lässt sich die CB 600 F auf einen Nenner bringen. Die weitgehend entspannte Sitzposition taugt sowohl für den täglichen Einsatz als auch für die sportliche Kurvenhatz am Wochenende. Gleiches gilt auch für den Motor. Auch wenn im unteren Drehzahlbereich nicht wirklich die Post abgeht, zeigt die Honda perfekte Manieren und nervt den Fahrer nicht mit Ruckeleien. Der spritzige Motor und die Leistungsentfaltung halten Bikes wie die CBF600 und die Bandit 650 auf Abstand. Die sind im unteren Drehzahlbereich auch nicht besser und legen oben raus weniger Kohlen nach. Bestes Argument für die Hornet ist auch das wieselflinke Handling. Egal ob Haarnadel- oder langgezogene Kurve, nichts artet auf ihr in Arbeit aus. Dabei bleibt die kleine Hornisse auf ihrer Flugbahn stets stabil. Die Fahrwerksauslegung ist ein gelungener Kompromiss aus Komfort und Sportlichkeit. Auf den winkeligen Straßen im Umland von Rom ließ sich die Hornet jedenfalls nicht aus der Fassung bringen. Auch die Autobahnfahrt bei Top Speed konnte dem Fahrwerk nichts anhaben. Der Geradeauslauf war trotz Textilklamotten und viel Stirnfläche durch den übergewichtigen Fahrer stabil. Gutes gibt es auch über die Bremsen zu berichten. Die Testmotorräder waren mit dem optionalen ABS ausgestattet. Guter Druckpunkt und geringe Bedienkräfte hinterlassen einen positiven Eindruck.

Honda CB 600 F Hornet 01