Ducati 1199 Panigale

Ducati 1199 Panigale


Italienisches, futuristisches Glanzstück

Ich hatte vor kurzem das unglaubliche Vergnügen, einige Testfahrten mit dem SUPERBIKE 1199 PANIGALE von Ducati zu absolvieren, welche in 2012 offiziell auf den Markt kommt. Ducati überschreitet mit diesem wahrhaften Superbike alle bisherigen Grenzen in Sachen Design, Engineering und Fahrgefühl.

Integraler Bestandteil ist der fortschrittlichste und stärkste Zweizylinder der Welt. Am Zweizylindermotorenkonzept hat sich auf den ersten Blick wenig geändert. Der Zylinderwinkel beträgt 90 Grad und die desmodromische Ventilsteuerung sind ebenfalls vorhanden. Die 195 PS, ein Drehmoment von 132 Nm in Verbindung mit einem unglaublichen Trockengewicht von 164 kg sowie satten 10.750 Umdrehungen, machen diese Maschine jedoch zu einem futuristisch, italienischen Glanzstück.

Viele elektronische Helferlein

Ducati's SUPERBIKE 1199 PANIGALE liefert auf Knopfdruck mit dem Ducati Riding Mode-Konzept genau die Leistung, bei der ich mich als Fahrer sofort am wohlsten fühlte. Durch die beeindruckende Kombination der neuen Generation von Sport-ABS, dem DTC (Ducati Traction Control), DES (Ducati Electronic Suspension), dem DQS (Ducati Quick-Shift), dem Engine Brake Control (EBC) sowie Ride-by-wire (RBW) ergibt sich ein nahtlos zusammenwirkendes, elektronisches Fahrassistenzsystem. Kaum zu glauben aber wahr, sogar die TFT-Display-Darstellung ist in Farbe und passt sich an die Fahrumgebung bzw. an die Fahrsituation, Modi und an den Zustand des Motors an. Der Beginn des kritischen Drehzahlbereichs während der Einfahrphase liegt bei den ersten 1.000 km, bei 6.000 Umdrehungen/Minute. Danach steigt er automatisch auf 10.500 Umdrehungen/Minute.

Ducati 1199 Panigale 2


Die Komponenten des SUPERBIKE 1199 PANIGALE sind eher minimalistisch gehalten, jedoch sehr funktionell und effizient. Sobald man auf diesem Bike sitzt und den Lenker mit beiden Händen festhält, spürt man sofort das Rennsportgefühl. Die sehr fein gearbeiteten oberen Klemmen sowie die gewichtssparenden Einschnitte und Vertiefungen der Maschine, zeigen die italienischen Ingenieurskünste, welche Ducati bei dem SUPERBIKE 1199 PANIGALE in Vollendung angewandt hat.

Die Schaltung ist präzise und der Ride-by-Wire-Gasgriff zeigt einem vom Rennsport inspierten und vorangetriebenen Minimalismus. Das Superbike vefügt des weiteren über einen Monocoquerrahmen. Der Aluminium- und Magnesiumvorderbau und der Heckrahmen sind direkt mit dem Motor verbunden. Die Auspuffanlage hat Ducati direkt und kompakt unterhalb des Motorblocks angebracht. Die Instrumente, welche im typischen und bekannten Ducati Corse-Stil gehalten sind, sind ebenfalls mit dem vorderen Hilfsrahmen aus Magnesium verbunden.

Was man sofort spürt, wenn man auf diesem Bike sitzt, ist die von Ducati überarbeitete Sitzposition. Der Abstand vom Sitz zum Lenker bemisst sich auf kurze 30 mm. Die Lenkerstummel sind 10 mm höher angeordnet und stehen insgesamt 32 mm weiter auseinander. Ducati hat auch darauf geachtet, dass der aus Aluminium gefertigte 17-Litertank, perfekt auf den Fahrer zugeschnitten ist.

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Die Doppelscheinwerfer, welche über frontale Einlasskanäle verfügen, sind ebenfalls stärker in die Maschine integriert und schaffen somit ein wahres "Race-Face" für dieses neue Spitzenbike.

Eine aufregende Beleuchtung schafft das Bike durch die verbauten LED-Positionsleuchten und LED-Scheinwerfer. Die Twin-Rückleuchten wurden perfekt um die Luftkanäle der Sitzmulde geformt. Ducati hat des weiteren auch für das Bremslicht, LED-Leuchten verbaut. Die Seitenspiegel und die hinteren Blinker sind LED-Leuchten und hinter klaren Gläsern sehr stilvoll integriert.

Die Airbox wird über die vorderen Luftkanäle versorgt. Sehr praktisch, ein kleiner Teil des aufkommenden Fahrtwindes wird somit unter die Verkleidung umgeleitet, um die Bordelektronik zu kühlen. Die rückseitige Verkleidung der Maschine ermöglicht es, dass warme Luft sehr schnell entweichen kann, was wiederum den aerodynamischen Widerstand reduziert.

Als Bremsen kommen beim SUPERBIKE 1199 PANIGALE die brandneuen Brembo Monobloc-Festsättel M50 zum Einsatz, welche aus vier 30 mm Kolben bestehen und in 330 mm Scheiben beißen. Die Bremsscheiben stehen weit auseinander, so dass der aufkommende Fahrtwind diese ungehindert kühlen kann. Die Bremssättel sind beim Bremsen darüber hinaus merklich steifer und widerstandsfähiger, was wiederrum zu einem sehr präziserem Gefühl am Bremshebel führt. Die 1199 Panigale erlaubt es unglaublich schnelle Richtungswechsel durchzuführen, welche Sie auf 10-Speichen-Rädern in 3,5 Zoll Felgenbreite (vorne) sowie 6,0 Zoll (hinten) vollführt. Dank der neuen Pirelli Diablo Supercorsa SP Reifen hat man ein unglaubliches transparentes Fahrgefühl und Linienagilität am Kurveneingang.

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Die Ducati 1199 Panigale kann auf über 270 km/h beschleunigen

Die Maschine ist darüber hinaus, trotz ihrer enormen Motorpower (diese Maschine schafft sogar eine Beschleunigung von mehr als 270 km/h), auch bei schlechten Witterungsverhältnissen oder Nässe auf der Fahrbahn gut zu beherschen. Dennoch läßt sich dank des Ride-by-Wire - Systems, welche ein sehr gefühlvolles Gasgeben über den Gasgriff ermöglicht und der auch die Signale der Traktionskontrolle (DTC) (verhindert das Durchdrehen der Räder) empfängt, die 1199 Panigale sehr gut beherrschen.

Ducati stattet die 1199 Panigale mit drei Fahrmodi aus

Zu erwähnen sind auch noch die drei Fahrmodi. Die Maschine bietet dem Fahrer hier die Modi: Race, Road und Wet. Dank des Engine Brake Control (EBC), verliert die Maschine auch bei schärferen Bremsmanövern, nicht an Stabilität. Mit der Ducati Electronic Suspension (DES) wird die Öhlfins-Gabel sowie das Federbein mit kleinen Elektrostellmotoren automatisch nachjustiert.

Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch noch, dass die Maschine im WET-Modus, die Leistung auf 88 kW/120 PS limitiert. Hierbei erfolgt die Gasannahme sehr weich. In der allerhöchsten Stufe setzt der Motor der 1199 Panigale die Gasbefehle sehr viel direkter um und entfesselt somit ihre gebalte Power. Den optimalen Schaltzeitpunkt findet die 1199 Panigale mit Hilfe des halbautomatischen Getriebes, dem sogenannten Quick-Shift-Schaltung (kurz: DQS).