Triumph Thunderbird Storm - Dauertest

Triumph Thunderbird Storm - Dauertest


Zwischenfazit des Dauertesters

Seit Anfang April ist die Thunderbird Storm aus dem Hause Triumph bei uns als Dauertester unterwegs. Zeit für ein erstes Zwischenfazit. Und das kann nicht besser ausfallen: außer Spesen nix gewesen. Draufsetzen und losfahren war die ersten 5.000 Kilometer die Devise.

Bevor wir es vergessen: an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Triumph Deutschland für die freundliche Leihgabe! Wir geloben, das gute Stück immer so gut (wie möglich ;-) zu behandeln! Für einen besonders guten Wiedererkennungswert des Big-(Reihen)-Twin auf großen Parkplätzen sorgt zudem der Sonderlack in Silber-Alligator-Optik. Auch wenn die Meinungen hierzu im Redaktionskreis auseinandergehen, unsere „Birdy“ ist auf jeden Fall etwas Besonderes! 

Das zeigt sich schon auf den ersten Metern, denn der Antrieb – falsch, das unbändige Kraftpaket – das der 1700er-Motor der Triumph darstellt, ist nicht mehr und nicht weniger als einfach begeisternd. Auch eingefleischte Fans von schlanken, leichten Naked Bikes (wir haben Besitzer einer Speed Triple und einer Nuda R probefahren lassen) ertappen sich dabei, wie sie auch in der Stadt immer wieder im letzten Gang bei 45 km/h kurz das Gas aufmachen, um einen 75-Meter Kurz-Sprint hinzulegen. Dem entsprechend mutiert der Birdy Treiber schon nach den ersten Metern zum „Instant-Coolman“ – oder anders gesagt: das ist genau das richtige Mopped für das „Heute ein König“-Gefühl! 

Damit wir für Touren entsprechend gerüstet sind, haben wir die Triumph mit stilechten Packtaschen aus dem Hause Hepco & Becker ausgestattet. Die Satteltaschen Buffalo passen wie die Faust aufs Auge. Die Montage ist in einer halben Stunde erledigt. Die C-Bow-Halter werden mit 2 Schrauben am Heckfender befestigt – fertig! Die Satteltaschen werden einfach auf den Halter gesteckt und mit einem Schloss gesichert. Am Zielort können die Satteltaschen dank Innentaschen am Motorrad bleiben. Bei Regenfahrten blieb der Inhalt bis dato immer trocken. Letzte Sicherheit liefern dann noch die Regenhauben für die Lederkoffer. 

Last but not least haben wir der Birdy noch eine Sissybar ebenfalls von Hepco & Becker gegönnt. Optisch nicht wirklich unser Geschmack, für den Beifahrer allerdings unverzichtbar. Zumal der Soziusplatz in Sachen Sitzkomfort eher etwas für Fakire ist. Demnächst kommt entsprechend die Komfortsitzbank von Triumph zum Einsatz. Aber so eine Sissybar hat auch ohne Beifahrer ihre Vorteile. Auf der Tour haben wir den Tankrucksack einfach mit 2 Spanngummis auf das hintere Sitzkissen verbannt. So hatten wir eine tolle Rückenlehne für den Fahrer und Dank der Sissybar war die Befestigung bombenfest.

So gerüstet hat die Thunderbird Storm schon gut 5.000 Kilometer abgespult. Für einen dicken Cruiser lässt sich die Storm erstaunlich gut bewegen. Auf einer Pressereise nach Sachsen hat sie sogar Enduro-Qualitäten bewiesen. Der Tourguide führte uns unfreiwillig auf einen engen und schlammigen Waldweg. Kein Spaß bei 339 kg Fahrgewicht und dicker Cruiserbereifung. Aber die Birdy hat gemeinsam mit den Metzeler ME 880 Marathon auch diese Herausforderung gemeistert. Überhaupt erweisen sich die Metzeler als perfekte Wahl und zeichnen sich durch neutrales Fahrverhalten und guten Grip aus. Zumal die Triumph zugegebenermaßen nicht immer artgerecht bewegt wird. Der Tourguide der nächsten Pressetour in Franken kann ein Lied davon singen. Mit einer Tiger 800 schlug er durchaus flottes Tempo an, wunderte sich allerdings über merkwürdig kratzende Geräusche in Schräglage. Die kamen von der Thunderbird Storm hinter ihm, die einmal mehr ihre durchaus flotte Gangart unter Beweis stellte – auf Kosten der einzigen überdurchschnittlichen Verschleiß-Elemente: die Angstnippel an den Fußrasten.