Kawasaki Z1000

Kawasaki Z1000


Neue Rasse: Super-Naked-Bike

Die 2010er Z1000 ist wirklich das beeindruckendste Naked-Bike unter den Sportlern die aus Japan kommen. Exzellentes Handling und durchgestylt bis auf die Knochen. Sie ist weniger einschüchternd und noch einfacher zu fahren als eine der brandheißen europäischen Nackten.

Verglichen mit einer KTM Super Duke oder Ducati Streetfighter zieht die Z1000 allerdings die schlechteren Karten: die Bremsen sind weniger bissig, der Motor erschreckt einen nicht gerade zu Tode und die Reifen sind enttäuschend. Aber wer den großen Naked-Bike Kick sucht, der muss auch große Summen investieren. Die Z1000 hingegen bietet ziemlich viel Kick für´s Geld.

Der alte 953er ZX-9R-Motor hat ausgedient und die Neue kommt mit dem brandneuen wassergekühlten 1043-Kubik-Vierzylinder mit Einspritzung. Der hat 5,1 Millimeter mehr Hub als die Z1000 von 2009, um den mittleren Drehzahlbereich zu stärken. Die 38 Millimeter Drosselklappen sind nochmal zwei Millimeter größer geworden und haben einen verlängerten Einlasskanal, auch um den mittleren Bereich zu stärken. Eine zweite Ausgleichswelle soll die Motorvibrationen dämpfen. Bei der Z1000 dreht sich überhaupt alles um den mittleren Drehzahlbereich - die Kraftentfaltung zwischen 4.500 und 10.000 U/Min ist dementsprechend beeindruckend. Wer den Drehzahlbereich hoch jagt, bringt die Reifen ordentlich zum Quietschen, aber der Kick ist nicht ganz so spritzig, wie wir es gerne hätten. Die Einspritzung arbeitet perfekt und die wenigen Ruckler sind nicht der Rede wert, obwohl man sich im oberen Drehzahlbereich schon mal bei der Suche nach dem siebten Gang erwischt, wenn der Motor doch etwas dröhnt.

Erstmals hat die Z1000 auch einen Aluminium-Rahmen á la Supersportler. Der Aluminium-Rückgratrahmen wurde extra für sie entwickelt, der Motor ist vorn und hinten tragendes Teil. Die fünfteilige Aluminium-Druckguss-Konstruktion soll drei bis vier Kilogramm leichter als der alte Stahl-Alu-Mix-Rahmen und dabei um 30 Prozent verwindungssteifer sein. Um die Z1000 hübsch und schlank zu halten hat man sich beim ZX-10R-Design bedient: Die alten Stahl-Rahmenholme wichen leichteren Aluteilen, die über den Motor verlegt sind, was eine schmale Konstruktion erlaubt. Die Alu- Exzenterschwinge erinnert an die GPZ900R und die in den 1980er Jahren aufgekommenen Zubehör-Schwingen. Die neue Hinterradfederung liegt horizontal oberhalb der Schwinge. Laut Kawasaki dient das der Massenzentralisation und platziert die Federung weit genug vom Auspuff entfernt, so dass ihre Funktion nicht von der Hitzeabstrahlung beeinträchtigt wird. Der Dämpfer ist in Federvorspannung und Zugstufe stufenlos einstellbar, aber nicht in der Druckstufe. Erstmalig hat die Z1000 auch eine voll einstellbare 41 Millimeter Upside-Down-Gabel.

Kawasaki Z1000 03

Die Sitzposition ist geräumig, komfortabel und fahrerfreundlich. Das Handling ist durch und durch berechenbar und die Z1000 kann sich beim Um-die-Ecke-scheuchen mit den Besten messen. Einzige Wermuttropfen sind die etwas weichen Bremsen und die schrecklichen Dunlop D210 Reifen. Pluspunkte gibt es für: Radialbremsen, voll einstellbare USD-Gabel, einstellbare Hinterradfederung, sexy Endtöpfe, ABS und ein dreifach neigbares Display. Daumen hoch auch für die Verarbeitungsqualität, die Linienführung und die Liebe zum Detail. Und denkt man die alten Z1000, wird Zuverlässigkeit wohl auch kein Problem sein. Es ist vielleicht nicht das stärkste Naked-Bike, bietet aber mit 11.295 € ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Kawasaki Z1000 06

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