Triumph Rocket III Roadster

Triumph Rocket III Roadster


Kraftprotz mit Leidenschaft

Mit der Neuauflage der originalen Rocket III traf Triumph eine interessante Entscheidung. Wieso? Weil die Rocket III Roadster endlich sportlichere Wege betritt, bzw. betreten will. Ob dies gelingt? Einfach weiterlesen.

Das Konzept bleibt wie gehabt: Großer, Verzeihung, sehr, sehr großer Motor in bedrohlich schwarzem Design trifft unglaubliches Drehmoment. Die gebotenen PS lassen das Fahrerherz höher schlagen und der Dreh am Gasgriff lässt es beinahe stehen. Der 2294er-Dreizylinder ist nicht neu (es gab ihn bereits in verschiedensten Ausführungen seit 2004), aber es gab einige Veränderungen die für mächtige 221 Nm und 148 PS sorgen. Das neue Auspuffdesign mit den größeren Dämpfern ist ein Grund für die Leistungszunahme – und das ohrenbetäubende Geräusch bei hohen Drehzahlen. Wobei mangelnde Leistung nie das Problem der Rocket war. Für leichtere Schaltvorgänge wurden Getriebe, Antriebswelle und Kupplung überarbeitet und die Gänge schnackeln nun wie in Butter.

Die neue Sitzbank ist nun 10 Millimeter höher (750 Millimeter Sitzhöhe) und ergeben mit den 123 Millimeter weiter hinten angebrachten Fußrasten eine viel fahraktivere Sitzposition, als die alten im Fuß-weit-vorn-Chopper-Style. Dadurch setzt die Rocket III Roadster auch erst später auf und lässt sich deutlich flotter bewegen. Die Roadster kann ihr Gewicht von vollgetankt 367 Kilogramm gut verstecken und fährst sich wirklich sehr einfach und flink. Sportliche Höchstleistungen sollte man allerdings nicht erwarten. Der Motor ist dabei natürlich über jeden Zweifel erhaben. Es gibt gefühlt keinen Drehzahlbereich wo nicht die sprichwörtliche Post abgeht. War ja aber bei der Triumph Rocket schon immer so. Die Bodenfreiheit ist zwar gewachsen aber nicht groß, was soll’s, Fußrastennippel sind ja ersetzbar. Die Bremsen sind auch prima.  Das serienmäßige ABS funktioniert gut und gibt einem das Gefühl das Ungetüm auch sicher zum stehen zu bringen.

Triumph Rocket III Roadster

Beim Design durften sich die Jungs mit der schwarzen Sprühpistole mal so richtig auslassen, sieht aber gut aus. Grundsätzlich hat sich aber nicht wirklich viel geändert. Warum auch. Wer auf filigrane Motorräder steht, ist hier eh an der falschen Adresse. Nette Details: digitale Tankanzeige, Ganganzeige und Uhrzeit. Das Beste zum Schluß: die Rocket III Roadster ist mit 16.990 Euro genau 1.650 Euro günstiger als die 2009er Rocket. Bravo Triumph!

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