Triumph Thunderbird

Triumph Thunderbird


Der Donnervogel der nicht donnert …

Triumph´s brandneue Thunderbird begibt sich mutig in US-Harley dominiertes Terrain - in Qualität, Ausstattung, Verarbeitung und Preis scheint es, als wäre sie der genau richtig gewappnete Rivale, um dort Fuß zu fassen. Sie fährt gut, das Handling ist noch besser, sie ist toll verarbeitet und hat alles, was das Cruiserherz begehrt. Aber kritisch gesehen, fehlt etwas das eingeständige und an das Triumph-Logo auf dem Tank muß man sich erst gewöhnen.

Triumph´s brandneuer 1600er Motor dominiert die Thunderbird und ist der weltweit größte Serien-Paralleltwin. Das maximale Drehmoment von 146 NM  ist schon bei 2.750 U/Min erreicht, die Höchstleistung von 85 PS liegt bei gerade einmal 4.850 Umdrehungen an. Mehr braucht man eigentlich nicht zu sagen. Der Motor macht alles genau so wie man es sich bei diesen Eckdaten erhofft. Zieht wie ein Bulle schon aus niedrigsten Drehzahlen, schüttelt die Leistung quasi nebenbei aus dem Ärmel. Leider will der Sound nicht wirklich dazu passen, da er doch sehr brav daherkommt. Etwas mehr Ballern aus dem Auspuff täte der Performance sicher mehr als gut.

Der Motor

Mit der Maxime einen Cruiser zu bauen, der wendig ist und unmittelbar zu stoppen, hat Triumph die T-Bird mit fettem Rahmen, Fahrwerk und Bremsen (plus optionalem ABS) und sorgfältig entwickelten Reifen ausgestattet – einfaches Handling garantiert. Schrittgeschwindigkeit ist schon fast eine Zumutung, trotz des 700 mm Sitzes. Schließlich bleibt es eine Tatsache, daß es sich um ein  308 kg schweres Motorrad handelt. Richtig in Bewegung reagiert die Thunderbird allerdings erstaunlich neutral, doch auch die Triumph kann Cruisen nicht neu erfinden. Wie alle Bikes der Gattung Cruiser setzt auch die Triumph recht früh mit den Fußrasten auf. Auch sie kann ihr Gewicht nicht wegzaubern und zahlt bei zügiger Fortbewegung ihren Tribut. Die Bremsen sind wirklich gut, aber weit von der Bremsleistung moderner Motorräder entfernt. Dem Cruiser ist es egal. Die Triumph Thunderbird hat alles was er braucht, bis auf den Sound.

Triumph Thunderbird 02

Eindruck

Vom Sattel angefangen wirkt an der Thunderbird alles glatt und ist wunderschön verarbeitet: niedrige, zurück versetzte Sitzbank, cooler verchromter Lenker mit fetten Griffen, im Tank integrierter verchromter Drehzahlmesser mit multifunktionalem LCD Display, ABS und jede Menge Zubehör. Um es kurz zu fassen: alles, was einem an Klischeevorstellungen anlässlich eines Cruisers in den Kopf kommt, findet man bei der Thunderbird. Und ja richtig, das Zündschloss befindet sich unter der Sitzbank. 13.740 Euro kostet die Triumph Thunderbird, die ABS-Version kostet 600 Euro mehr.

Triumph Thunderbird 05