MV Agusta Brutale S

MV Agusta Brutale S


The Fun Lovin’ Criminals

Eine ganz andere, eine brutale Stimme erhebt sich am Firmament der Superlativen Da wirst du plötzlich ganz andächtig. Denn das lange Warten nach dem spektakulären Debüt auf der Intermot vor fast drei Jahren hat nun endlich ein Ende. Es betritt die Bühne des wirklichen Lebens: die MV Agusta Brutale S.

Nackte Version

Das unverkleidete Pendant zu der jetzt schon legendären F4 S. Jenes, das mit seinem so imposanten Design die wahre Nachfolge der klassischsten aller Linien, der Ducati 916, hätte antreten können. Massimo Tamburini, seines Zeichens berühmt als Meister aller neuzeitlichen Design-Linien des Artefaktes Motorrad, bewies bereits mit der vollverkleideten MV Agusta F4 unter dem Firmennamen Cagiva sein konkurrenzloses Vermögen zum State of the Art. Und jetzt die schiere nackte Version! Mit diesem Dalí-artig geformten Scheinwerfer, der alle Herzen einschließlich sich selbst zum Schmelzen zu bringen scheint.

But what a pity!

Uns steht zum Test nur die normale Heimkehrzeit des armen Sünders zur Verfügung. Denn schließlich wird gerade die eine von zwei für den Sündenfall bereite Brutale von der Motor-Presse pressiert (du sollst keine anderen Medien haben neben mir...) – und die andere Gottheit dürfen wir für ein paar wolllustige Stunden aus dem Garten Eden entführen, von süßesten Früchten naschen, um von mir aus dann gerne für immer aus dem Paradies verbannt zu werden. Das elementare Zerwürfnis des Seins. Bereit, sich zu opfern, um die anderen zu Tode zu hetzen. HaHarrr!!! Udo Dörich vom Team Motorrad LuSt, die edlen Spender im Kölner Süden, wird mir wie Erzengel Gabriel zur Seite gestellt. Gekommen, um die sensible Seele der MV zu schützen vor raubeinigem Journo-Pack. Denn Ersatzteile oder gar andere fahrbereite Aggregate gibt es in dieser Zeit noch nicht. Aber da steht doch auf diesem rotmundigen Körper glatt geschrieben “Brutale” und gleich darunter “Lust”. Welch allgewaltiges Wortspiel.