Honda Hornet 600

Honda Hornet 600


Einseitiges Multitalent

Hondas Hornet, einst edle Vorreiterin aller puristischen Mittelklasse-Sportler, war in den letzten Jahren doch arg ins Hintertreffen geraten. Jetzt soll eine Komplett-Kur die freche Hornisse wieder ganz nach vorn bringen

Jedes Motorrad hat eine Schokoladenseite, na logisch. Doch Hondas flammneue Hornet übertreibt es geradezu mit den optischen Reizen der besseren Hälfte: Ihre rechte Ansicht wirkt wie ein optischer Magnet, der harmlose Betrachter erst zum Näherkommen lockt und sie dann geradezu zum Aufsitzen zwingt. Das ist ein wenig schade für die linke Seite, die unter normalen Umständen als höchst ansehnlich für ein Massenprodukt japanischer Fertigung durchgehen würde. Doch von rechts ist die kraftstrotzende Silhouette einfach stimmiger mit der stachelig vorgereckten Schnauze und dem luftigen Heck sowie dem absoluten Eyecatcher in Form der vierflügeligen Fächerkrümmeranlage und dem knackigen Auspuffstummel dazwischen.

neu entflammte Angriffslust

Dieses frische und – natürlich – in Italien entwickelte Design versinnbildlicht nur den aktualisierten Auftrag für die „Hornisse“ des 07er Jahrgangs: Mit neu entflammter Angriffslust die aufmüpfige Konkurrenz von Suzuki GSR, Yamaha Fazer und Kawa Z-Modelle im Landstraßenrevier ordentlich ausstechen. Dafür schnürte Honda gleich ein Komplettpaket, das aus der aktuellen Hornet die leichteste und stärkste macht, die je die Montagebänder in Atessa/Italien verlassen hat. Nicht nur, dass die Hornet in den Genuss des hochleistungsfähigen Reihenvierzylinders des aktuellen Supersportlers CBR 600 RR kommt, als umfangreiches Agilitätsprogramm haben ihr die Techniker eine kräftige Diät mit vollkommen neuem Rückgrat-Rahmen aus Leichtmetall sowie massenzentralisierender Neuordnung der einzelnen Bauteile verschrieben.

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fröhliches Grummeln