Motorradtour Eifel

Motorradtour Eifel


Mit dem Monster in der Eifel! Die Dreipunkteregel

Pfingsten haben mein Kumpel Axel und ich ein Wochenende in der Eifel geplant, von Freitag bis Montag nur Kurven. Da meine Katana kupplungsmäßig schwächelt, schnell bei Ducati ein Testmotorrad in Form der Monster S4R bestellt. 113PS und 206 KG versprechen Fahrspaß.

Freitagmorgen schnell die Monster in Köln abgeholt und nach Hause die Sachen gepackt, allerdings Gepäckhacken, Gepäckträger oder so, Fehlanzeige, gibt’s bei der Monster nicht, aber egal es reicht auch ein Tankrucksack und ein Rucksack auf den Schultern.
Gegen 15.30 Uhr rauf auf die Autobahn, bei Leverkusen Stau, war zu erwarten, es ist Pfingsten. Nach über dreieinhalb Stunden und einer Fast-Sehnenscheidenentzündung wegen der schwergängigen Kupplung der Monster S4R, endlich Ankunft in Kyllburg beim Hotel Müller.

Mopped kaputt?

Chef Uli begrüßt uns mit den Worten: das Mopped hört sich aber kaputt an. Nee, sag ich, ist die Trockenkupplung der Monster, das muss sich so anhören. Erst mal in der Kneipe die dem Hotel angeschlossen ist einen Kaffee getrunken und dann in die Zimmer.
Das Hotel ist gut besucht, ein Trupp Harleyfahrer, ein Trupp mit normalen Motorrädern und Jürgen und Karin mit Hund Cäsar, Jürgen hat seine KTM auf dem Hänger mit. Während er Motorrad fährt, geht seine Frau mit dem Hund spazieren. Sehr vernünftig – von beiden!

Eifeler Dreieck

Nach dem Essen nochmal in die Kneipe, ein paar Bitburger trinken. Hotelbesitzer Uli, seines Zeichens VFR 750 Fahrer erklärt uns die Eifel:
Hier braucht ihr euch keine Tour ausarbeiten, merkt euch drei Punkte: Bitburg, Gerolstein und Daun. Zwischen diese 3 Städten könnt ihr immer hin und her fahren, ihr biegt einfach ab wo ihr wollt, irgendwo ist immer wieder eine dieser 3 Städte beschildert und ihr findet immer wieder zurück nach Kyllburg.

Ersatzbefriedigung

Samstagmorgen, ein Blick aus dem Fenster läßt die Laune auf den Nullpunkt sinken der Himmel ist bedeckt und es regnet in Strömen. Nach dem guten und reichhaltigen Frühstück setzen wir uns in den Aufenthaltsraum und warten auf Wetterbesserung. Nach unzähligen Motorradzeitschriften, Kaffee und Kuchen geben wir es auf und gehen um 17.00 Uhr runter in die Kneipe den Frust wegspülen. Nach einigen Bieren, Kicker Spielen und Benzingesprächen geht es ins Bett mit der Hoffnung auf einen trockenen Sonntag.

Nordschleifengötter

Sonntagmorgen, strahlender Sonnenschein, schnell gefrühstückt und rauf auf die Bikes, schnell tanken, denn nach 200 Kilometer Autobahn ist der Tank der Monster S4R leer. Danach über kleine Landstraßen in Richtung Nürburgring, dort stellen wir uns am Brünnchen auf, an dieser Naturtribüne kann man sehr gut dem Treiben der selbsternannten Nordschleifengötter zusehen. Nach 10 Minuten Action mit durch die Kurve bretternden Familienkutschen und 3er BMW´s ist plötzlich Stille, es fährt niemand mehr.
Nach einer halben Stunde die Auflösung, als die Überreste einer Fireblade auf einem Abschleppwagen und ein Krankenwagen vorbeifahren, da hat wohl jemand seine Fahrkünste überschätzt. Schnell noch ein paar Fotos von der wieder aufgenommenen Jagd nach Bestzeiten im Pampersbomber von Vati gemacht, dann aber wieder los die Eifel auf dem Bike erkunden.