Nordrhein - Westfalen

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Muttental & Co

Die eigentliche Wiege des Ruhrbergbaus steht am südlichen Rand des heutigen Ruhrgebiets und bietet ein hervorragendes Sprungbrett ins Bergische Land.

Almen wie in der echten Schweiz

Unsere Tour beginnt an der A43, Abfahrt Witten-Heven. Immer den Schildern nach Richtung Zeche Nachtigall / Muttental. Im heutigen Landschaftspark sieht man noch die Kohlenflöze zu Tage treten. Der Sage nach wurden die Kohlevorkommen entdeckt, als hier ein Hütejunge bemerkt hatte, dass die Begrenzungssteine seines Lagerfeuers brannten.

Vorbei an einem kleinen Museum mit Kohlenwagen, Grubenloks und anderem Bergbauzubehör folgen wir der schmalen, sanft gewundenen Straße bis zum Besucherstollen. Wer mag, kann sich hier ansehen, wie die Nachfahren des Hütejungen früher das schwarze Mineral gewonnen haben. Über herrlich schattige,bergige kleine Straßen geht's immer weiter in Richtung Westen, auf Hattingen zu. Einige Kilometer auf der B51 hinter der Kreuzung mit der A43,in Höhe der Ortschaft Bredenscheid, schickt uns ein Wegweiser in die Elfringhauser Schweiz.

Steil geht's bergan, dann dem Wegweiser nach über Oberstüter. "Almen wie in der echten Schweiz", denkt man unwillkürlich beim Blick auf die Landschaft, und so etwas direkt vor den Toren des Ruhrpotts! Den Schildern nach rechts ab Richtung Herzkamp und weiter auf Wuppertal-Barmen halten. Wer sehen will, wo die Straßenbahnen die Räder auf dem Dach haben, wählt den Weg mitten durch die City. Ansonsten nach Beschilderung auf Cronenberg halten und weiter nach W.-Kohlfurt. Durch den Wuppertaler Teil des Ortes, an der B224 links und nach ein paar Hundert Metern wieder rechts raus in den Solinger Teil von Kohlfurt.

Im scharfen Linksknick liegt das Cafe Hubraum, ein bekannter Motorrad- Treff. Zeit für eine Kaffeepause. Wer Lust hat,geht bis an die Brücke am Ende des Parkplatzes und erzählt dann zu Hause, er wäre fast über die Wupper gegangen. Wieder auf dem Bock geht's zurück auf die Schnellstraße Richtung Essen. Vorbei an Wülfrath mit seinen Kalkgruben über Tönisheide nach Velbert, wo wir am Ortsausgang links nach Isenbügel abbiegen. Weiter auf schmalen Pfaden über Laupendahl nach Essen-Kettwig. Romantisch, so eine Berg- und Talfahrt mitten durch den Wald! Wegen der Holzabfuhr ist mit Bauernglatteis zu rechnen. Unten am Ruhrufer angekommen halten wir uns links auf Mülheim zu. Wir  unterqueren die Mintarder Brücke, welche im Pott als Selbstmörderbrücke der A52 bekannt ist, und kommen schließlich auf die B223. Diese Hauptverkehrsader kreuzt in ihrem Verlauf die Autobahnen 40, 42 und 2. Es sollte also nicht schwer fallen, eine passende Auffahrt für den schnellen Rücksturz in Richtung Heimat zu finden. Wer vielleicht Zeit hat, sollte die B223 weiter durch fahren und den Tag auf der Flaniermeile der Oberhausener Einkaufsmetropole CentrO ausklingen lassen. Oder doch noch weiter durch, und in Kirchhellen zum Motorradtreff Grafenmühle?

Text und Fotos: Wingleader