Nordrhein Westfalen: Schlicht und Eifel

Nordrhein Westfalen: Schlicht und Eifel


Schönes Wochenende

Samstagmorgen, 8 Uhr. Die Goldi ist gepackt. Auf dem Weg zur Autobahn noch schnell voll getankt, Cola und Zigaretten ausgefasst, bevor man sich an der Auffahrt zur A3 trifft.

Über die Eifel zur Mosel

An diesem Wochenende soll´s durch die Schnee- Eifel zur Mosel gehen. Als wir eineinhalb Stunden später bei Blankenheim die A1 verlassen, empfängt uns nach kurzer Fahrzeit auf der B258 eine Verkehrskontrolle. Am Nürburgring ist Rennwochenende und die hiesige Polizei zeigt Präsenz. Unsere Dickschiffe scheinen die Beamten nicht zu interessieren, wir können unbehelligt nach ein paar Kilometern rechts auf eine Nebenstraße in Richtung Daun abbiegen.Vorbei am Ortskern geht´s über die Dörfer weiter in Richtung Manderscheid/ Wittlich. Vorbei an Bauernhöfen und Katen fahren wir auf herrlich gewundenen Straßen immer weiter gen Süden. Das Revier ist ideal für Anfänger und wenig Tourerprobte. Breite, gut ausgebaute Pisten schlängeln sich zum Teil sogar in Serpentinen durch´s Gelände. Anspruchsvoll zwar, aber auch für Unerfahrene gut beherrschbar. Hinter dem Kurort Manderscheid führt die Straße unmittelbar an einer gut erhaltenen Burg vorbei. Wir beschließen, anstatt das alte Gemäuer von innen zu besichtigen, uns lieber in der gegenüberliegenden Gaststätte für die weitere Reise mit Kaffee und Kuchen zu stärken. Bei strahlendem Sonnenschein rollen wir später gemütlich über Wittlich auf Bernkastel-Kues zu. Heute liegt sie träge im Tal, die Mosel. An vielen Häusern findet man aber Markierungen der Hochwasserstände vergangener Jahrzehnte. Nichts Ungewöhnliches für Moselaner, den Fluß in ihrem Wohnzimmer vorzufinden! Wir wenden uns in Richtung Cochem. Die Straße windet sich am Ufer entlang durchs Tal.

 

In Traben- Trarbach ist eine Querung angesagt, wir lenken die Bikes durch das alte Stadttor am Ende der Brücke. Weiter geht´s vorbei an Weinbergen flußabwärts. Überall erleichtern sogenannte Einschienenbahnen den Winzern heute die Ernte.Kein Ort,in dem nicht große Schilder vom herausragenden Ereignis des Jahres künden: dem lokalen Weinfest. Gegen Abend quartieren wir uns in einer Pension unweit der Hauptstraße in Alf ein. Biker sind in den Orten entlang der Mosel meist gern gesehene Gäste, die Quartiersuche gestaltet sich somit relativ einfach. Am nächsten Morgen verlassen wir nach einem kräftigen Frühstück (nach der abendlichen Weinprobe auch nötig) den Ort mit Generalrichtung Koblenz. Auf der anderen Moselseite erscheint die romantische Kulisse des Ortes Beilstein mit der Burg Metternich oberhalb. Über Cochem zockeln wir gemächlich die Uferstraße entlang. Hier wären wir wohl abgestiegen, hätten wir abends Trubel gebraucht. Cochem ist einer der größten Touristenorte an der Mosel, die Reichsburg oberhalb der Stadt ist per Sessellift erreichbar.Wer mag, kann hier auch sein Zelt auf dem Campingplatz unterhalb des Burgbergs aufschlagen. Wenig später erreichen wir den Ort Müden.Wir beschließen, statt der eintönigen Fahrt am Ufer entlang einen Ausflug vorbei an der Burg Elz übers Maifeld zu machen. Faszinierend der Anstieg über Serpentinen durch die Weinberge bis zur Hochebene, phantastisch der Blick ins Tal.Oben angekommen empfängt uns eine völlig andere Landschaft: Fast flaches Land,wegen seiner Fruchtbarkeit überwiegend für Getreideanbau genutzt.Wir genießen die Ruhe des sogenannten Maifeldes auf der Fahrt über Münstermaifeld,bevor wir den Wiederabstieg in Richtung Kobern-Gondorf beginnen. Die Orte an der Mosel gleichen sich alle, Weingüter und Gaststätten wechseln sich ab. Die restlichen Kilometer bis Koblenz sind zügig abgespult. Für den Heimweg wählen wir die 4-spurig ausgebaute B9 bis Weißenthurm.Via B256 queren wir den Rhein und erreichen über Neuwied und Rengsdorf nach einiger Zeit die A3. Noch 150 Kilometer Autobahn, und die Heimat hat uns wieder.

 

Text & Fotos: Wingleader

 

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