Motorradtour Schweden

Motorradtour Schweden


Gute Straße, Kurven und kein Verkehr!

Start in Gröntuv auf RV70 Richtung Borlänge bis Kreisverkehr in Djurås. Dort 1. Ausfahrt auf RV71 in Richtung Vansbro, mäßig kurvige, breite Straße mit gutem Belag. Mit wenig Verkehr führt die Straße durch eine abwechslungsreiche Landschaft entlang der Västerdalälven. Der Fluß ist teilweise noch recht ursprünglich. Über Mockfjärd, Dala-Floda, Björbo und Dala-Järna gelangt man nach Vansbro.

In Vansbro bleibe ich auf dem RV71 Richtung Malung. Hinter Vansbro beginnt der Verkauf von diversen Wildprodukten an der Straße (Felle, Trophäen, Leder...). In Malung bleibe ich auf dem RV71 (entspricht dem alten LV297) über Sälen bis nach Särna. Zwischen Limedsforsen und Lima kann man als alternative Route die Västerdalälven überqueren und hat dann zwei Möglichkeiten:

Vorbei am Tisjön Richtung Rörbäcksnäs hat wer´s mag ca. 40km gepflegte Schotterpiste unter den Reifen. Da trifft man dann selbst für schwedische Verhältnisse niemanden mehr! Bei bestem Wetter ist mir kurz vor Rörbäcksnäs ein einziges Auto entgegen gekommen. Ohne Schotter kommt man über Hammarsbyn nach Rörbäcksnäs und von dort weiter nach Sälen. Das ist die Straße zu den Skigebieten – im Winter bevölkert, im Sommer ist der Verkehr auch kaum größer als über die Schotterpiste.

Außer Bäumen ist nicht viel zu sehen...


Diese Strecke ist ein Traum für jeden Motorradfahrer:
Super Straßenbelag, jede Menge Kurven, kein Verkehr und weite Ausblicke in die Umgebung. Für mich eine der schönsten Motorrad-Strecken in Dalarna überhaupt! In Sälen wird getankt – die Zapfsäulen stehen hier oben nicht mehr so dicht. Weiter nach Särna wird´s immer einsamer, die Straßen sind meist schnurgerade und mit gutem Belag. In Särna biege ich auf den RV70 Richtung Älvdalen ab und nehme damit wieder Kurs auf Zuhause.

Von Älvdalen hat man drei Möglichkeiten nach Mora zu fahren:

Man nimmt bei Rot die kleine Straße über Våmhus nach Mora:
Das ist eine kleine aber befestigte und meist gerade Straße, die weitgehend durch Waldgebiet führt. Von Våmhus gelangt man über Östnor am Orsasjön entlang nach Mora. Auch diese Strecke führt meist durch Wald und bietet nichts Spektakuläres. Man bleibt auf dem RV70, also der Hauptstrecke nach Mora: Große, breite Straße ohne besondere Höhepunkte und zeitweise für schwedische Verhältnisse ziemlich befahren. Man fährt von Älvdalen ein kurzes Stück Richtung Evertsberg und zweigt dann nach Oxberg ab: Dies ist die alte Straße nach Mora. Sie verläuft fast parallel zum RV70, aber am Österdalälven entlang, hat guten Belag mit wesentlich mehr Kurven als auf der Hauptstrecke und ist landschaftlich bedeutend schöner. Das Fahren hat mir auf dem Teil soviel Spaß gemacht, daß die Fotografiererei glatt vergessen wurde.

Bühne sehr gut gemacht auf einer aufgeschütteten Insel


In der Nähe von Mora trifft man dann wieder auf menschliche Wesen, meist einige Fahrradfahrer, Inlineskater oder Jogger. Von Mora nach Leksand fährt man weiter auf dem RV70 über Rättvik, das immer noch eine gewisse Bedeutung als Sommer-Urlaubsort für schwedische Stadtmenschen = Stockholmer hat. Kurz hinter Mora kann man noch einen Abstecher nach Nusnäs machen, wo die bekannten Dalapferde hergestellt werden - d a s Touristenmitbringsel aus Dalarna! Rättvik hat einige lohnenswerte Ziele. Es liegt sehr schön in einer Bucht des Siljan, im Sommer kann man Ausflüge mit alten Dampfern auf dem Siljan unternehmen, es werden Kirchbootrennen ausgetragen oder man kann die Sommerrodelbahn testen. Eine der größten Attraktionen ist die Dalhalla, ein alter Steinbruch in dem Konzerte gegeben werden. Wenn´s terminlich gerade passt, dann ist das absolut zu empfehlen!

Etwas südlich von Rättvik verlässt man den RV70 in Richtung Tällberg und fährt die alte Straße nach Leksand. Die Straße ist relativ schmal und kurvenreich, hat aber leider meist einen sehr schlechten Belag. Landschaftlich führt sie sehr schön durch alte Dörfer und über weite Strecken am Siljan entlang. Auch hier gibt es immer wieder Möglichkeiten sein Geld in Reiseandenken anzulegen. Alternativ kann man Mora auch auf dem RV45 verlassen und auf der Westseite des Siljan nach Leksand fahren.

Flußlandschaft vor Malung


Kurz hinter Mora biegt man links nach Sollerön ab, eine Urlaubsinsel im Siljan und kann in Gesundaberget einen Wildpark besichtigen und dem Weihnachtsmann samt seinen Rentieren einen Besuch abstatten. Man kann auch von Mora bis kurz hinter Vika fahren und dann Richtung Leksand abbiegen. Das Straßenstück vom Abzweig bis Gesunda macht fahrerisch wieder mehr Spaß, Kurven und Belag ok. Sonst ist auch diese Strecke genau wie der RV70 recht eintönig, weil ziemlich gerade und meist im Wald.

Von Leksand aus nimmt man am besten die alte Straße über Djura nach Djurås. Das sind zum Abschluß der Tour noch ein paar Kilometer die so richtig schön zu fahren sind. Eine kleine, kurvenreiche Nebenstraße schlängelt sich durch Wald und Wiesen. Kurz hinter Djurås gelangt man wieder über den RV71 zurück nach Gagnef.

Västerdalälven außerhalb von Björbo


Gefahren mit Yamaha XV 535 Virago
Gesamtstrecke: 423 km
Verbrauch: 18,6 l Benzin

Text/Fotos: Rolf (biker8503)