Motorradtour Rhön September 2011

Motorradtour Rhön September 2011


Zweitagestour durch Rhön und Thüringer Wald

Dieses Jahr sind wir mit vier Leuten in die Rhön gestartet. Aus dem Ruhrgebiet ging es durch das Sauerland und Siegen Wittgenstein nach Hessen. Als Unterkunft fiel die Wahl in diesem Jahr auf eine Ferienwohnung in Hünfeld Rudolphshan.

Mit dieser Wahl haben wir einen echten Glücksgriff getan. Nicht nur, dass die Wohnung recht günstig ist - nein, Jens ist selbst Motorradfahrer und hat uns - für Ihn selbstverständlich – für die Motorräder seine Garage zur Verfügung gestellt. Bei der Ankunft stand schon das Garagentor auf und ein Eimer mit warmen Wasser für die Visierreinigung war auch vorbereitet. Da sich aber auf dem letzten Stück der Anfahrt ein Wolkenbruch über uns ausgetobt hat, war der Wassereimer nicht nötig. Die Ferienwohnung (Nichtraucherwohnung)  eignet sich bis zu 5 Personen. Es sind 2 Doppel- und ein Einzelzimmer, 1 Wohn-Esszimmer eine Küche und zwei Badezimmer vorhanden. Die Küche ist komplett ausgestattet und lässt eigentlich keine Wünsche offen. Einziger Nachteil im Ortsteil Rudophshan gibt es keine Einkaufsmöglichkeit. Wenn es seine Zeit zulässt, steht Jens seinen Gästen auch als Tourguide zur Verfügung.

Gasthaus am Rennsteig


Ferienhaus Friedrich
36088 Hünfeld  Am Bornrain 12
Tel: 06652 – 916048
mail: jens.robert.friedrich@t-online.de

Erster Tag, erste Tour.

Bei schönem aber windigem Wetter haben wir uns auf den Weg in die bayrische Rhön gemacht. Aus Rudolphshan raus hielten wir uns rechts Richtung Oberrombach bis Fraurombach hier links abbiegen Richtung Pfordt und Üllershausen der Landstraße weiter folgen Richtung Fulda. Fulda habe wir an diesem Tag nur gestreift aber wer in Kultur machen möchte ist hier mit seinem Dom und Altstadt gut aufgehoben. Unser erstes Ziel für diesen Tag war aber das Kloster Kreuzberg in der bayrischen Rhön. Der gebührenpflichtige Parkplatz liegt etwas unterhalb des Klosters, das Kloster ist aber in ca. 10 Minuten Fußweg zu erreichen. Kloster Kreuzberg war eine Benediktinerabtei die sich in früheren Zeiten selbst versorgte. Heute sind dort keine Mönche in braunen Kutten mehr zu finden, nur die Versorgung ist immer noch gut. Es gibt hausgebrautes Klosterbier und Klosterkäse. Das Bier haben wir ausgelassen aber der Käse zu einer zünftigen Brotzeit war sehr gut. Auf dem Klostergelände gibt es (wie soll es anders sein) eine sehenswerte Kapelle und auch den üblichen Tourikram.

Kapelle Kloster Kreuzberg


Von hier aus ging es in Richtung Bischofsheim a.d. Rhön was auch ein sehenswertes Städtchen ist. Bischofsheim verlassen wir in Richtung Hochrhönstraße mit Ziel schwarzem Moor. Auf der Hochrhönstraße musste man es etwas langsamer angehen lassen, hier wehte ein ordentlicher Wind der auch bei Geradeausfahrt für eine gewisse Schräglage sorgte. Wer Thüringer Bratwurst mag ist an der Touristikinformation Schwarzes Moor bestens versorgt. Wer mag kann durch das Hochmoor wandern, wer nicht fährt eben weiter Richtung Wasserkuppe, so wie wir und nimmt die ST1287 die im Verlauf zur L3476 wird (wer mit ST und L nichts anfangen kann) wählt die Richtung Seiferts. In Seiferts links abbiegen auf die B 278 Richtung Ehrenberg, der 278 folgen wir bis zum rechtsabbiegen Richtung Mosbach. Über kleine Landstraßen geht es weiter Richtung Poppenhausen. Von Poppenhausen geht es bergauf vorbei an Abtsroda zur Wasserkuppe.
Auf der Wasserkuppe, die höchste Erhebung der Rhön, für andere der höchste Berg der Rhön, kann man bei schönem Wetter Zeit und Geld verleben. Neben einem Segelflugplatz befindet sich hier ein Segelflugmuseum, eine Sommerrodelbahn, Gastronomie und der alte Natohorchposten ist auch zu besichtigen.

Die Tour geht weiter Richtung Reulbach die Wasserkuppe auf der anderen Seite bergab vorbei an der Fuldaquelle. Bei Brand rechts abbiegen auf die B 458 Richtung Wickers. Bei Batten fahren wir auf die B278 Richtung Hilders, hinter Hilders geht es wieder links ab auf kleinen Landstraßen Richtung Unterbernhards / Königsmühle. Weiter geht es Richtung Hünfeld und zurück nach Rudolphshan. Wer so wie wir, nicht viele Besichtigungsrunden absolviert hat kann hier auch noch einen flotten Abstecher nach Bad Hersfeld machen außer der Stiftsruine gibt es hier zwar nur einige mittelalterliche Fachwerkhäuser aber wir hatten noch Zeit und einkaufen mussten wir auch noch. Worauf ihr achten solltet – ganz besonders in größeren Städten – die armen Hessen brauchen Geld wie alle Bundesländer und das holen sie sich über nette Fotos vom Straßenrand. Hochmodern mit diesen neuen Säulen sind hier die Ortsein- und Ausfahrten zugepflastert dank der modernen Technik knipsen die Dinger von vorne, hinten vermutlich auch von oben und unten.
Monte Kalli

Hier könnt ihr euch die Tour auf der Karte ansehen & die GPS-Daten runterladen: Tour 1

Zweiter Tag / zweite Tour

Für diesen Tag haben wir uns die östliche Rhön und den Thüringer Wald vorgenommen. Von Rudolphshan aus geht es links Richtung  Hünfeld. In Hünfeld könnt ihr euch mit Brötchen und Getränken versorgen hier ist auch die nächste Tankstelle. Wir biegen vor Hünfeld links ab Richtung Sargenzell / Hünhan. In Neuwirtshaus geht es für ein kurzes Stück auf die B 84. Richtung Rasdorf verlassen wir dann aber die B 84 wieder Richtung Grossenstaft / Soislieden. Über Philippsthal geht es Richtung Bad Salzungen. Hier herrscht der Kalibergbau mit seinen ganzen Vor-und Nachteilen. Riesige Abraumhalden wachsen mitten in der Landschaft in den Himmel. Bei Regen werden die im Abraum enthaltenen Restsalze ausgewaschen und gelangen in das Grundwasser, Bäche und Flüsse. Der einzige Vorteil, den diese Kunstberge haben, man kann prima das Wetter bestimmen. Ist es ein sonniger Tag sind sie schneeweis, steigt die Luftfeuchtigkeit und das Wetter wird schlechter werden sie grau.

Sprungschanze Oberhof


Weiter geht es in den Thüringer Wald auf kleinen Straßen Richtung Friedrichsroda. Die Mittagspause haben wir im Rennsteighotel Hubertusklause eingelegt. Gelegentlich wurde es auf den meist guten Straßen etwas eng wenn einem ein vollbeladener Langholztransporter entgegenkam. Von Friedrichsroda ging es weiter über Ernstroda, Leinatal,Catterfeld Richtung Oberhof zum Wintersportzentrum im Thüringer Wald. Wenn man so vor einer Sprungschanze steht ist es schon mächtig beeindruckend was man mit Brettern an den Füßen doch so alles anstellen kann. Ich würde es nicht tun. Noch nicht einmal mit Airbag. Auch hier sind die Straßen durch den Winter teilweise arg in Mitleidenschaft gezogen und der eine oder andere Bitumenflicken oder Längsrillen versaut einem die Linie. Bergab geht es vorbei an Schmalkalden Richtung Zella-Mehlis. Von nun an mussten wir uns wieder Westwärts halten, da es später Nachmittag war und die Sonne schon sehr tief stand war der Rückweg teilweise ein Blindflug. Wer Kurven mag (wer mag sie nicht) und herliche Ausblicke entlang der Strecke dem /der kann die Rhön und der Thüringer Wald nur empfohlen werden.

Text/Fotos: Atze-50