Motorradfahren auf Sardinien

Motorradfahren auf Sardinien


Einmal rundherum

Sardinien ist schlichtweg ein Traum für den begeisterten 2-Radfahrer. Ob kurvige Küstenstraßen oder Touren durchs Gebirge, ob dichte Korkwälder oder Sandstrand. Sardinien bietet von allem etwas und mehr. Der Beruf des Straßenerbauers muss hier entstanden sein, dazu waren diese allesamt Motorradfahrer. Genial geschwungene Kurven, griffiger Asphalt und im inneren der Insel kaum Verkehr.

Unser Startpunkt ist Olbia. Wie bei den meisten Verkehrsknoten gilt auch hier: ankommen und nix wie weg. Am besten gleich mal den nördlichen Part von Sardinien mit der berühmten Costa Smeralda erkunden. Über geschwungene Küstenstraßen mit Blick auf das smaragdgrüne Mittelmeer geht es in Richtung Porto Cervo. Das kleine Örtchen ist vor allem für seinen exklusiven Hafen bekannt. Hier liegen die Luxusjachten der High-Society und bieten spektakuläre Ansichten. Aber man ist ja nicht wegen der Schiffe hier, sondern will Kurven unter die Räder bekommen. Also nicht wie ins hügelige Innenland. Über Calangianus führt die Strecke Richtung Monte Limbara. Die Landschaft ist geprägt von felsiger Umgebung und führt bis über 1.000 m über dem Meer. Als Zwischenstopp bietet sich der Lago Coginhas an. Von dort führt die Straße nach Castelsardo. Schon von weitem erblickt man die beeindruckende Silhouette der namensgebenden Burg, die an der Steilküste über dem Ort thront. Nach einer kurzen Mittagspause im optischen Mittelalter geht es zurück ins Logudoro genannte Hinterland. Wieder lädt die kurvige Landschaft zum kurvenswingen ein. Ziel der letzten Etappe ist die an der Küste gelegene Studentenstadt Alghero. Der Ort besticht durch seine wunderschöne Altstadt, die beeindruckenden Befestigungsanlagen und das pulsierende Nachtleben. So mancher kam hier deutlich später ins Bett als er oder sie es geplant hatte.

Motorradurlaub Sardinien 11

Egal wie spät es am Vorabend geworden ist, die traumhafte Küstenstraße von Alghero nach Bosa lässt jede Müdigkeit vergessen. Über knapp 50 Kilometer geht es extrem kurvig direkt an der Küste entlang. Viele Aussichtspunkte laden zum unvergesslichen Fotostopp ein. Nicht nur die Strecke sondern auch Bosa lohnt einen Stopp, gilt der Ort doch als einer der schönsten Dörfer Italiens. Jetzt verlassen wir wieder die Küste und wenden uns dem Monte Ferru zu. Wieder geht es über 1.000 Höhenmeter. Wer Glück hat, kann einen Blick auf die letzten freilebenden Gänsegeier Sardiniens erhaschen. Vorbei am Lago Omodeo führt die Strecke über den Monte Grighini und den Monte Arci zum Tagesziel Guspini.

Guspini ist der perfekte Ausgangspunkt um den südwestlichen Zipfel Sardiniens unter die Räder zu nehmen. Richtung Iglesias findet sich eine der schönsten Motorradstrecken Sardiniens. Keine Gerade länger als 300 Meter, Kurve an Kurve, auf über 50 Kilometern nur von einer kleinen Ortschaft unterbrochen. Von Iglesias aus geht es auf die Insel Sant‘Antioco. Hier steht die Schönheit der Natur im Vordergrund, laden malerische Landschaften und Altstadt oder auch die traumhaften Strände zum Verweilen ein. Allzu lange verweilen wir allerdings nicht, der Rückweg nach Guspini lädt erneut zur Kurvenhatz ein.

Motorradurlaub Sardinien 05

Ziel des folgenden Tages ist Arbatax, auf der gegenüberliegenden Seite Sardiniens gelegen. Die direkte Streck führt quer durch das Bergmassiv Gennargentu. Die ersten 25 Kilometer führen durch die Ebene und ungewohnt geradeaus. Danach geht es dann schon wieder los. Richtung Lago Alto del Fiumendosa führt die Straße wieder extrem geschwungen bergauf und bergab. Hier wird es Hochgebirgig. Die Gipfel ragen bis über 1.800 Meter in den Himmel. Das man sich auf einer Insel im Mittelmeer bewegt, gerät fast in Vergessenheit. Spätestens in Ilbono erhascht man aus dem Gebirge wieder die ersten Aussichten auf das Meer. Das Wahrzeichen der Hafenstadt Arbatax sind die aus dem Meer ragenden, blutroten Porphyrspitzen, die roten Felsen von Arbatax genannt.

Der nächste Tag bietet einmal mehr das sardinientypische Kontrastprogramm. Zuerst geht es über die küstennah gelegenen Gebirgsketten an den südöstlichen Zipfel Sardiniens. Ziel ist die Stadt Villasimius. Von hier aus geht es auf die Küstenstraße Richtung Costa Rei. Die Costa Rei ist berühmt für ihre traumhaften Strände und gilt als die Karibik Sardiniens. Eine Badepause zählt in jedem Fall zum Pflichtprogramm. Frisch gebadet, kehren wir der Küste wieder den Rücken und schwingen uns ins Hochland zurück nach Arbatax.

Motorradurlaub Sardinien 12

Unser Trip nähert sich bedauerlicherweise dem Ende. Statt schnödem Abreisetag ist auch der letzte Tagestripp geprägt von Motorradstrecken erster Güte. Auf der unter Kennern bekannten SS125 fahren wir nach Cala Ganone. Die 70 Kilometer lange Strecke führt durch den nordöstlichen Teil des Gennargentu Massivs. Von Cala Ganone geht es auf den 955 Meter hohen Monto Ortobene  mit seinem fantastischen Ausblick auf das Umland. Die Schlussetappe geht  über Budduso, Ala dei Sardi und Telti nach Olbia. Zum Abschluss zeigt sich Sardinien nochmal von seiner kurvenreichen Seite.

In Olbia genehmigt man sich noch ein „Ichnusa“, das landestypische Bier, bevor es mit dem Flieger nach Hause geht. Ein Blick auf die Reifen zeigt verkehrte Welt: abgefahren Reifenflanken konkurrieren mit neuwertigem Profil in der Reifenmitte. So sehen Sieger aus!

Diese Reise wurde organisiert von TOPguide Motorradreisen. Fullservice ist Programm bei TOPGuide. So kümmert sich der Veranstalter um Flugbuchung und den Transport der Kundenmotorräder nach Sardinien und zurück bzw. stellt Leihmotorräder vor Ort zur Verfügung. Anstrengende An- und Abfahrten entfallen somit für den Kunden. Dieser fliegt nach Olbia, nimmt dort sein Motorrad in Empfang und genießt alle Vorzüge einer organisierten Motorradreise. Nach Abschluss der Motorradtour steigt der Kunde bequem in den Flieger, der Rücktransport des Motorrads ist über den Veranstalter organisiert. Anreisen nach Sardinien mit dem eigenen Motorrad kosten hin und zurück 3 Tage, die man sich mit TOPguide sparen kann. Also Urlaub brutto für netto.