Vom Sauerland in die Eifel

Vom Sauerland in die Eifel


Zu Gast beim BIKERWIRT oder drei Freunde sollt Ihr sein!!!

Die zweite Station unserer Bikerwirte-Reise ist der Landgasthof Reinert in Eslohe-Reiste. Genau wie Richard vom Gasthof Am Turm, unserer ersten Station und Eddy vom Landgasthof Beim Holzschnit-zer zeichnet sich auch Friedrich durch langjähriges Engagement für uns Biker aus. Tourentipps, Landkartenmaterial, Unterstellplätze, Schrauberecke, Bikerangebote sind für Friedo genauso selbst-verständlich, wie der Motorradführerschein und die regelmäßigen Ausfahrten mit Gästen und eben seinen Kollegen Richard und Eddy.

Sensationell ist die Lage seines Betriebs, nämlich mitten im Sauerland, dem Land der tausend Berge. Fast genauso viele Kurven haben wir schon auf der Anfahrt zu bewältigen und Dank der Tourenplanung sind wir fast nur auf kleinsten Sträßchen unterwegs, die trotzdem so manch schnelle Kurve ermöglichen. Hochsauerland und Rothaargebirge, eigentlich klassische Wandergebiete, sind ab jetzt kein Neuland mehr und bieten auch für uns Biker spektakuläre Aussichten und Kurvenkombinationen. Bad Berleburg haben wir durchfahren und am Schloss pausiert und auch Winterberg, berühmt für Skisport haben wir besucht. Hausberg ist der Kahle Asten. Von dem auf dem Gipfel stehenden Astenturm hat man bei klarer Sicht eine Rundumsicht, die Ihresgleichen sucht. Sogar den 163 Kilometer entfernten Brocken im Harz kann man erkennen, sowie das gesamte Tourengebiet des Sauerlands. Allein das macht den Berg zum absoluten Pflichttermin für alle Sauerlandreisenden. Mit 841,9 Metern ist er zwar nicht der höchste, aber der berühmteste Berg der Region.

Nur wenige Kilometer weiter werden wir wie auch schon bei Richard auch in Reiste vom Gastgeber schon draußen in Empfang genommen. Das „Mopped-Ohr“ scheint Aufnahmekriterium zu diesem Freundeskreis zu sein oder ist es doch „nur“ Interesse an einem gemeinsamen Hobby? Egal! Auf jeden Fall wird erstmal über unsere Bikes und seine FJR gefachsimpelt, Reifenfreigaben, sowie das Für und Wider von Verkleidungsscheiben diskutiert.

Nachdem die Motorräder verstaut sind, zieht es uns erstmal in den Biergarten und wir treffen hier auf zahlreiche andere Biker. Teilweise sind es Friedos Gäste, aber auch viele, die noch einen spätnachmittäglichen Pausenstopp auf ihrer Tagestour einlegen. Gemütlich geht’s zu. In der Mitte plätschert ein Brunnen, um den sich die Tische gruppieren und selbst die überdachten Plätze sind trotz Sonnenscheins besetzt. Schnell ist der Begrüßungstrunk serviert, schnell ist er geleert. Einchecken und Frischmachen sind anschließend schnell erledigt, da der Hunger aber auch die Vorfreude auf die bekannt gute Küche zur Eile verleitet.
Und weil die sehr umfangreiche Speisekarte die Auswahl nicht schon schwer genug macht, gibt es zusätzlich regelmäßig kulinarische Events. So ist jeden Sonntag „Schnitzeljagd“ mit Schnitzelgerichten in jeder denkbaren Version, aber auch die normale Karte bietet reichlich Genuss zu äußerst fairen Preisen. Dabei reicht die Palette von leichten Salatkreationen über Rustikales aus dem Sauerland bis zu dem unter Bikern sehr beliebten Rumpsteak oder sensationelle Fischgerichte.
Eine weitere positive Überraschung bietet dabei die Einrichtung des Restaurants, entspricht sie so gar nicht unseren Erfahrungen eines „Landgasthofs“. Die Mischung aus modern, gemütlich und klassisch erfreut das Auge und die Anklänge an Cocktail-Bars ist durchaus gewollt, denn absolutes Highlight ist, wenn Friedo zum Shaker greift. „Frozen Ducati“, „Kawasaki Icetea“ oder „Sex on the Sitzbank“ sind nur einige Varianten schicker Fancy Drinks, knallender Shots oder einfach leckerer Absacker. Alleinunterhalterqualitäten beweist Richard den Abend mit bunten Luftballons, aus denen er Pudel, Blumen und eben Moppeds baut…Sensationell!

Nach einer viel zu kurzen Nacht treffen wir uns am Frühstücksbuffet und auch unser Gastgeber ist mit von der Partie. Während Friedrich uns seine Tourplanung für diesen Tag präsentiert, geht es beim Frühstück fast genauso lustig wie am Vorabend zu. Die Aussichten das Sauerland in Richtung Eifel zu durchfahren, dabei den Westerwald und das Bergische Land anzukratzen, ein Stück weit dem Ahrtal zu folgen, um dann in der Eifel in Eddys Landgasthof Beim Holzschnitzer anzukommen, lässt die Müdigkeit verfliegen und uns bald aufbrechen. Mit Friedrich als Tourguide begeben wir uns auf die Piste. Erster Halt Biggesee. Am Biggegrill wird ein erster Kaffeestopp eingelegt, um die zu kurze Nacht zu kompensieren. In Freudenberg gilt unser Interesse dem Technikmuseum. Absolut spektakulär ist nicht nur, dass die ganze Halle schon mal umgezogen ist. Abbau, Transport und Wiederaufbau und vor Allem die Bestückung mit Ausstellungsobjekten ist gut gelungen, bedarf aber ein wenig Zeit, sich gebührend damit zu beschäftigen. Wir lassen es ein wenig mehr knallen als die Ballons vom Vorabend, während wir uns zwischen Bergischem Land und Westerwald von Kurve zu Kurve, von Anhöhe ins Tal tragen lassen. Friedo schlägt immer die richtige Gangart an, um flott ums Eck zu kommen…

In Linz am Rhein gilt es eine „Zeitstrafe“ abzusitzen. Nein, keine Verkehrskontrolle oder ähnlich Zeitraubendes, sondern die Fährfahrt über den Rhein gibt uns die Gelegenheit, kurzfristig den Kniewinkel zu begradigen. Beim Warten auf die Fähre hat Friedrich sich verabschiedet. Auch wenn er gerne bis Eddy mitgefahren wäre, bekochen sich seine Gäste nicht selbst und er machte sich nach kurzer Verabschiedung, noch dem ein oder anderen Tourentipp und manch lockerem Spruch auf den Heimweg.

Wir steuern auf der anderen Rheinseite sehr zielgerichtet, angeführt von unserem BMW-Fahrer die heiligen Hallen der Firma Wunderlich an. Schöne Umbauten im Showroom, der versprochene Frei-Kaffee und der neue Katalog locken nicht nur uns in den Sinziger Kranzweiherweg. Weiter geht es entlang der Ahr, durch imposante Felsformationen, vorbei an Weinbergen, irgendwann Richtung Süden zum Nürburgring – Herzlich willkommen in der Eifel! Während die Sportfraktion ausschließlich des Rings wegen hierher fährt, besuchen wir vorher die namensgebende Burg oberhalb der Rennstrecke. Weit schweift der Blick in jede Richtung über eine hügelige Landschaft, die wie zum Motorradfahren gemacht ist. Lustig anzuschauen ist der gleichnamige Ort. Nirgendwo auf dieser Welt dürfte es mehr Motorsport-Firmen, Werkstätten, Hotels mit großen Rolltoren und Reifenhändler auf so kleiner Fläche geben und nirgendwo auf dieser Welt dürften die Bewohner eines kleinen Ortes einer solchen hochfrequenten Geräuschkulisse ausgesetzt sein. Also machen wir uns auf zum Rennsport-Mekka, dem Nürburgring, der grünen Hölle, dem Ort, vor dem Rennfahrer Ehrfurcht verspüren…
Wir können uns leider nicht mit dem berühmten Ringfieber infizieren, da ein namhafter Hersteller sehr schneller Autos den Ring gemietet hat, um Testfahrten durchzuführen. Mit sehnsuchtsvollem Blick verfolgen wir ein Zeit lang die vorbeirauschenden Boliden, um uns anschließend in südwestlicher Richtung unserem Etappenziel zu nähern. Das was wir vom Burgturm gesehen haben bestätigt sich jetzt voll und ganz. Wenig befahren und kurvig ohne Ende sind die Straßen der Eifel und das offene Landschaftsbild gewährt uns sagenhafte Panoramen.

In Dreis-Brück können wir Eddys Landgasthof „Beim Holzschnitzer“ nicht übersehen. Knallrot steht sein Haus auf seinem Grundstück umlagert von Motorrädern aller Kategorien. Chopper, Cruiser, Tourenbikes, Streetfighter, Supersportler, Enduros – alles ist da, jeder fühlt sich wohl, denn die Eifel hat für jeden etwas zu bieten und Eddy ist voll in seinem Element. Er klönt, nimmt Bestellungen auf, serviert, ist an mehreren Tischen gleichzeitig und scheint genau zu wissen, wer woher kommt, welches Motorrad erfährt und welchen Tourentipp er anbringen kann.
Wir stellen unsere Bikes unter, checken schnell ein und nehmen erstmal ein großes, kaltes  Getränk aus dem nahen Bitburg zu uns. Das haben wir uns verdient!

Was wir in der Eifel erlebten, wo der Eddy uns noch auf seinem Motorrad hinbegleitete und wie wir wieder an unseren Ausgangsort gelangten ist eine andere Geschichte, die beim nächsten Mal erzählt wird.

 

 

1.

 

Landgasthof Reinert

Mescheder Str. 31

D – 59889 Eslohe-Reiste

 

Telefon: +49 (0 29 73) 32 01
Telefax: +49 (0 29 73) 36 57

 

Internet: www.landgasthof-reinert.de

  

2.

 

Landgasthof Beim Holzschnitzer

Dockweiler Str. 1

D – 54552 Dreis-Brück

 

Telefon: +49 (0 65 95) 2 48

Telefax: +49 (0 65 95) 90 03 37

 

Internet: www.beim-holzschnitzer.de

  

3.

 

Gasthof Am Turm

Marktplatz 11

D – 35619 Braunfels

 

Telefon: +49 (0 64 42) 55 82

Telefax: +49 (0 64 42) 9318 80

 

Internet: www.amturm.de

 

 

…to be continued!

 

Ähnliche Touren zum downloaden:
Bielstein nach Freudenberg
 
 
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