Motorradtour Westerwald

Motorradtour Westerwald


VOLL IM WIND

„Frisch wie der Wind“ beschreibt die Westerwald-Touristik ihre Region in der Werbung. Und es ist was Wahres dran, denn gerade für uns Windgesichter hat dieses sich auf 3 Bundesländer verteilende Mittelgebirge viel zu bieten. Unser Tourenvorschlag führt in den Hohen Westerwald und in die Kroppacher Schweiz.

Auch wenn bei uns Bikern ja immer die Straße das Ziel ist, sind auf unserer Tour einige Punkte mit dem Prädikat „Besuch ist Pflicht“ versehen. Und damit ist jetzt ausnahmsweise mal nicht „Essen und Trinken“ gemeint. Zumindest noch nicht.

Zurück zu den Wurzeln

Da wäre zunächst das „Westerwald-Museum Motorrad & Technik“. Neben vielen historischen Motorrädern findet man eine komplette Werkstatt aus den 20er Jahren. Egal ob 5, 12 oder 17 PS, die Klassiker faszinieren unabhängig von Fahrleistungen. Hier stehen unsere Wurzeln und dieses Gefühl kommt rüber. Motorräder waren halt schon immer mehr als reine Fortbewegungsmittel und eine Ausfahrt auf einem dieser Oldies, wäre sicher ein Erlebnis der besonderen Art.

Heiße Schokolade

Dies gilt auch für die Fahrzeuge, die wir uns nach rund 100 kurvigen Tourenkilometern beim nächsten Stopp ansehen wollen. Nach Umrundung der 656m hohen Fuchskaute ist nämlich Hachenburg der Zielort, eines der schönsten Westerwaldstädtchen. Hier wartet mit dem Cadillac-Museum ein echter Hammer. Die Anhäufung der amerikanischen Dickschiffe wird nicht nur Straßenkreuzerfans im Gedächtnis bleiben. Schnell wird klar was die Popgruppe Hot Chocolate einst mit ihrem Hit „Heaven is on the backseat of my cadillac“ meinte. Platz genug ist jedenfalls da.

Aber auch Hachenburg selbst hinterlässt bleibenden Eindruck. Vor allem die Besichtigung der Erlebnisbrauerei Hachenburger. Hier kommt dann auch schnell das Bedürfnis nach Speis und Trank auf.

Freiluftmenü

Bevor wir allerdings die Bikes zu einer der schönsten Möglichkeiten im Freien zu Speisen  lenken, gibt’s als Vorspeise Kurvenspaß in der Kroppacher Schweiz. Dem kulinarischen Genuss im Freien steht nach diesem Fahrspaß nichts mehr im Wege. Der sich in unmittelbarer Nähe des ehemalige Franziskaner-Kloster Marienthals befindliche Biergarten, ist genau der richtige Ort zum Zwischenstopp.

Eine Stärkung ist auch wichtig, denn der letzte Abschnitt unserer Runde hat es noch einmal richtig in sich. Neben der Gashand freut sich vor allem das Auge über die landschaftlichen Highlights rechts und links an der sich immer wieder windende Route. Wir befinden uns jetzt schon am Südrand des Bergischen Lands und lassen die Tour gemütlich im Bergischen Hof in Schladern ausklingen. Der Westerwald hat Spaß gemacht, obwohl wir bis jetzt nur einen kleinen Teil davon befahren haben. Es hat jedoch ausgereicht um ein bekanntes Lied ein wenig umzutexten: „Oh Du schöner Westerwald, auf Deinen Höhen wird das Bike nicht kalt.....“.

    

Text: Klaus Hinterschuster

Fotos: Westerwaldtouristik