Motorradtour Teutoburger Wald

Motorradtour Teutoburger Wald


und Weserbergland

UnsereTour beginnt am Bikertreff Nordkirchen, mitten im Münsterland gelegen. Vom Nord-rand des Ruhrgebiets in einer halben Stunde erreicht, bietet er am Wochenende außer einem preiswerten Frühstück auch einen idealen Startpunkt in Richtung Nordwesten.

Wir folgen der Straße vom Treff aus rechts ab nach Nordkirchen. Im Ort halten wir uns wieder rechts, danach immer der Straße nach in Richtung Ascheberg. Kleine, schmale Straßen geben Kurvenspaß und einen Eindruck von der Ruhe des Münsterlandes. Weiter über die B58 nach Drensteinfurt, dann links ab über Sendenhorst und Holtrup nach Warendorf, der Hochburg der Pferdedressur. Das geringe Verkehrsaufkommen und die übersichtliche Landschaft lassen auch schon mal Kurvenräubern zu. Weiter geht’s über Sassenberg und Versmold auf Melle zu.

 

Unterwegs tauchen vor uns die Höhenzüge der Ausläufer des Teutoburger Waldes auf, der sich in seiner Ost-West-Erstreckung vom Raum Bielefeld/Herford bis an die holländische Grenze bei Bad Bentheim hinzieht. Wir queren auf malerischen, teilweise serpentinenartig gewundenen Sträßchen das historisch bedeutsame Mittelgebirge, in dem Hermann der Cherusker seinerzeit manche Schlacht gegen die Römer geschlagen haben soll. Fast nahtlos geht hinter Melle die Landschaft in das Wiehengebirge über, nicht minder kurvig schlängelt sich die Straße durchs Gelände auf Bad Essen zu. Ein malerischer Pavillion am Park zeugt davon, daß der Ort schon im letzten Jahrhundert Kurort gewesen sein muß. Wir wenden uns über Bohmte und Stemwede unserem nächsten Etappenziel, dem Dümmer zu.

 

Wegen seiner angenehmen Temperaturen und der geringen Tiefe ist der See bei Wassersportlern sehr beliebt. Mit Ausnahme der Schlicktrichter herrscht durchweg Stehhöhe, ideal für Surfanfänger. Eine Bootsfahrt oder ein leckeres Aalbrötchen gefällig? Kein Problem. Wer die Tour als Wochenendausflug fährt, findet hier eine Vielzahl von kleinen Pensionen. Der mag sich dann auch noch einen Ausflug nach Bremen gönnen um sich die “Umgekippte Kommode” oder die Mühle mitten in der Stadt anzusehen und kommt später wieder über Delmenhorst und Cloppenburg auf die Fährte der Tagesfahrer. Die fahren nämlich auf dem kurzen Weg weiter Richtung Diepholz, Dinklage und Quakenbrück. Flaches Land und Milchvieh prägen den Landstrich, bevor wir über Recke und Mettingen den Teutoburger Wald und Ibbenbüren erreichen. Weithin sichtbar die nördlichste Zeche Deutschlands, deren Kohlen aus weit über 1000 m Tiefe im angeschlossenem Kraftwerk verfeuert werden. Wir halten uns über Laggenbeck in Richtung Tecklenburg. Der Ort bietet eine wunderbare Aussicht über die Landschaft des mittleren Teutoburger Waldes.

 

Wem die Zeit knapp wird, der geht von hier aus zur Heimreise in den Ruhrpott an der Auffahrt Lengerich auf die A1 in Richtung Dortmund, beschaulich Reisende kämpfen sich übers platte Land nach Münster durch, um vielleicht die Tour am Treff Bulderner See ausklingen zu lassen.