Dreiländereck (D-CZ-A)

Dreiländereck (D-CZ-A)


Hopfen, Malz und Elefanten

Mit der Region Dreiländereck stellen wir Euch ein besonders besuchenswertes Tourengebiet an der Südroute der Motorradstraße Deutschland vor. Die links und rechts der MSD gelegenen Gebiete Bayerischer Wald, Böhmerwald und Mühlviertel bieten dem Motorradtourer optimale Voraussetzungen, um seinem Hobby zu frönen.

Der Hit

Dabei sind es nicht nur die kurvenreichen Asphaltpisten in allen Variationen, sondern auch das motorradkulturelle Drumherum. Treffpunktklassiker, Motorradmuseen und eine bikerfreundliche Gastronomie machen diese Region zum Hit.

Elefantentreffen

Schon 1989 hatte man hier den Mut das damals nicht ganz unproblematische Elefantentreffen auszurichten. Hatte es am alten Austragungsort, dem Nürburgring, bei gewalttätigen Auseinandersetzungen sogar einen Todesfall gegeben, wurde hier von Anfang an auf riesige Festzelte und zentrale Großveranstaltungen verzichtet. So können sich die derzeitigen Besucher einer sehr friedlichen Party erfreuen. Je nach Wetterlage sind das immerhin zwischen 5 000 und 8 000 Motorrad und Gespannfahrer. Sicher gehört der Besuch des urigen Wintertreffens zu den schillernden Höhepunkten eines Bikerlebens. So beschreibt es auch Alfred Müller in seinem lesenswerten Buch "Elefantentreffen". Auch in seinem anderen Werk zur Region, dem Taschenbuch "Bayerischer Wald" erzählt er dem interessierten Motorradreisenden so manches über seinen geliebten Bayerwald und gibt dabei sehr viele Hintergrundinformationen, die man bei einem guten Bier gerne aufnimmt.

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Durstig

Womit wir bei einem weiteren Höhepunkt der Region wären. Viele kleine Brauereien brauen einen hervorragenden Gerstensaft. Wer mehr über dessen Herstellung erfahren will und neben einer Kostprobe auch einen leckeren Surhaxen genießen will, dem sei eine Führung im Brauereimuseum auf Gut Riedelsbach bei Neureichenau empfohlen. Nach dem Rundgang mit Bernhard Sitter, dem Chef der Waidla-Wirte, ist man nicht nur ein Bierexperte, sondern auch mit den aktuellen Problemen der Landwirte vertraut. Neben dem allgegenwärtig Ursprünglichen glänzt mit der Donauperle Passau eine Stadt, die der Weltreisende Alexander von Humboldt als eine der sieben schönsten Städte der Welt bezeichnet haben soll. Der Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz, bildet vor der herrlichen Altstadtkulisse ein grandioses Bild. Nicht schwer vorzustellen sind dabei die brutalen Auswirkungen von immer wieder vorkommenden Hochwasserkatastrophen. Die Stadt muss natürlich zu Fuß entdeckt werden. Keine Angst - es handelt sich nicht um Riesenmärsche. Eine "Dreiflüssefahrt" sollte auf jeden Fall mit auf dem Programm stehen. Wer am Abend in Passau unterwegs ist , wird vom Kneipenangebot der Unistadt überwältigt sein. Wieder auf dem Bike sitzend empfehlen sich die Anfahrten auf die Aussichtsstellen rund um die Stadt, wie zum Beispiel die Ministraße zum Klosterberg, die allerdings nicht leicht zu finden ist - einfach nachfragen, das Ziel lohnt.

Auf geht's

Genug erzählt, jetzt gilts das Tourengebiet mit dem Motorrad zu entdecken. Es ist für jeden viel dabei. Von der ehemaligen Bergrennstrecke bis zur schmalen Walddurchfahrt. Es ist nicht zuletzt die Vielfalt, die es zu entdecken gibt.

Text: Klaus Hinterschuster

Anreise

Am schnellsten erreicht man das Tourengebiet über die A3. Zwischen Regensburg und Passau kann man über jede Abfahrt zu unseren Tourenvorschlägen vorstoßen. Wer etwas mehr Zeit mitbringt kann das Gebiet über die Südroute der MSD anfahren und lernt so nebenbei heiße Strecken durch Franken und durchs Altmühltal kennen. Infos: www.msd-info.de

Übernachtungen

Unter dem Namen "Moto3" haben sich im Dreiländereck rund 20 Gastronomiebetriebe zusammengeschlossen und bieten einen umfangreichen Motorradservice. www.moto3.de Nutzer der tourerCard erhalten bei diesen Häusern pro Übernachtung/Person Wertbons in Höhe von rund 3.- EUR.www.www.tourerCard.de.de