Viel hat die Schweiz der Welt gegeben - Käse, Uhren, Schokolade, Friedrich Dürrenmatt und Heidi.

Den Motorradfahrern schenkte sie verwegene Kurven.

Also nichts wie hin! Sanft schnurrt der Vierzylinder, das Ziel ist bereits seit hundert Kilometern unübersehbar. Es thront als riesige, weiß gepuderte Steinskulptur über einer grünen Spielzeuglandschaft.

Magisch zieht der Berg die Aufmerksamkeit von der Straße ab, obwohl auch die schon Zacken und Steilstücke aufweist, dass man G-Kräfte spürt.

Wir sprechen weder vom Fudschijama noch vom Kilimandscharo, die Rede ist vom Säntis, der nicht nur das Appenzeller Land, sondern fast den gesamten Nordosten der Schweiz dominiert.

Auch wenn er nicht zu den 74 Viertausendern der Schweiz gehört, ist er mit 2501,9 Metern der absolute Chef im Alpsteingebirge und liegt so exponiert, dass auf ihm Wetterbedingungen herrschen, die man nur als extrem bezeichnen kann: Im April 1999 maß man eine Schneehöhe von 816 Zentimetern.

MOTORRAD-Redakteur Markus Biebricher berichtet von seiner Entdeckungsreise durch die Nordschweiz.(Quelle: MOTORRAD 2008 / 16)

Download für Navigationsgeräte