Aus der Voreifelstadt Rheinbach am Rande der Nordeifel geht's nach Vierwinden (Motorradtreff nahe Kurtenberg), weiter Richtung Am Michelsberg und wir sind auch schon mittendrin in der Eifel, genauer gesagt in der Ahreifel. In der Eifel ging es vor rund 10.000 Jahren recht turbulent zu. Durch gewaltige Vulkanausbrüche und Eruptionen formte die Natur eine einzigartige Landschaft. Auf der vorhandenen Hochebene bildeten sich unzählige Vulkankegel und Maare, die Erosion tat das ihre dazu und es entstand das Profil, das uns heute so fasziniert. Mit dem Bikermagneten Nürburgring und den darum liegenden Treff­punkten, gehört die Region zu Deutschlands bekanntesten Motorrad Reisezielen. Wir lassen die traditionsreiche Rennstrecke, die wegen ihrer Streckenführung durch die Natur den Namen „Grüne Hölle“ trägt, dennoch einfach links liegen und fahren weiter in südwestlicher Richtung in die Vulkaneifel. Sichtbares Zeichen des Vulkanismus sind die Maare. Dabei handelt es sich um die Caldera eines Vulkankegels, der sich nach dem Abklingen der Ausbrüche mit Wasser gefüllt hat. Viele Maare in der Vulkaneifel wie das Schalkenmehrener Maar, das Weinfelder Maar und das Ulmener Maar sind kreisrund und liegen eingebettet in bewaldete Hügelketten. Auf unserem Weg liegt eine der schönsten Eifler Aussichtsplattformen über dem Dorf Steineberg, keine 250 m vom Parkplatz am Dorfsportplatz entfernt: drei hundert jährige Douglasienstämme, mit Stahlseilen zu einem stabilen Gerüst zusammengesetzt, dienen als Stützen für die imposante Treppenanlage. Die 28m hohe Vulcano Infoplattform bietet nach 139 Stufen dann einen herrlichen Ausblick über die Vulkanlandschaft der Eifel; bei günstiger Witterung sind Teile des Hunsrücks und des Westerwaldes sichtbar. Danach geht's weiter nordwärts nach Steiningen, wir queren die Autobahn A48 am Dreieck zur A1, um in Nerdlen ins Tal der Lieser zu gelangen. Die Lieserquelle befindet sich ganz in der Nähe (nahe dem Ort Boxberg), der nach dem Gewässer benannte Wanderweg "Lieserpfad" bis zum Moselort Lieser ist unter anderem bekannt durch den Moderator, Autor und Wanderexperten Manuel Andrack. Der ca. 75 km lange Lieserpfad ist wohl einer der schönsten Wanderwege der Eifel. Wir begleiten den hier noch kleinen Bach Lieser nur kurz und auf der Anhöhe bei Boxberg erscheint schon bald am Horizont der 623 m ü.NN hohe bewaldete Aremberg. Der Aremberg ist einer der größten tertiären Vulkane der Eifel, der sich hier einst mit schier unvorstellbarer Wucht durch das devonische Urgestein sprengte und seinen Basaltkegel direkt auf den Höhenzug setzte.
Wir sind zurück in der Ahreifel und würden wir dem Trierbach weiter folgen bald an dessen Mündung in die Ahr bei Müsch. Wir fahren jedoch weiter die L10 durch Wirft wieder bergauf, kurz vor Honerath biegen wir dann ab Richtung Reifferscheid und gelangen über Winnerath nach Schuld ins obere Ahrtal. Wir folgen jetzt der Ahr noch 2 km östlich nach Insul und können im Landgasthaus Ewerts im dortigen Biergarten direkt am Ahrufer verweilen. Nach der Pause geht's über die Ahrbrücke bergauf nach Sierscheid, und weitere auf dem Höhenkamm liegende Dörfer bis nach Hummerzheim. Dort biegen wir in eine eher nach Hofeinfahrt aussehende Nebenstraße ab zur Lieser Mühle um dann wieder aufsteigend in Effelsberg anzukommen. Das Dorf ist bekannt aufgrund des dortigen Radioteleskops. Mit 100 Metern Durchmesser gehört das Radioteleskop Effelsberg zu den größten vollbeweglichen Radioteleskopen der Erde. Seit der Inbetriebnahme im Jahre 1972 wurde kontinuierlich an der Verbesserung seiner Technologie gearbeitet, so dass es auch heute noch als eins der weltweit modernsten Teleskope gilt. Als Besucher den gut ausgeschilderten öffentlichen Parkplatz nutzen, von dem aus kann in etwa 10 - 15 Minuten zu Fuß entlang der Tafeln des Planetenwegs der Besucherpavillon erreicht werden. Von Effelsberg geht's abwärts und über Serpentinen ins Sahrtal um dann wieder ein letztesmal ansteigend durch den Ort Berg nach Todenfeld zu gelangen. Auf der Anhöhe sehen wir in die rheinische Tiefebene und das Siebengebirge und gelangen zu unserem Ausgangspunkt Rheinbach zurück.

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